Fragen zu Honig

Ist der Allos-Honig kaltgeschleudert?

Selbstverständlich sind alle Allos Honige "kalt geschleudert".

Neben der Honigverordnung regeln die Leitsätze für Honig im Deutschen Lebensmittelbuch nähere Hinweise zur Qualität  und Auslobung. Diese sind gedacht als Orientierung und Richtlinien für den Handel und den Verbraucher. In 2011 wurde eine Neufassung der Leitsätze vorgenommen. So wurde z.B. der Begriff „kalt geschleudert“ als nicht mehr zeitgemäß und verwirrend bewertet, da es heutzutage übliche Imkerpraxis ist, den Honig ‚kalt’ aus den Waben zu schleudern. Der Begriff „kalt geschleudert“ stammt noch aus einer Zeit, in der der Honig noch aus den Waben gepresst und anschließend erhitzt wurde. Dieses Verfahren ist schon seit mindestens 50 Jahren nicht mehr üblich.
Daher darf u.a. dieser Hinweis nicht mehr verwendet werden. Somit wird man somit auf den Etiketten der Allos Honige die Auslobung „kalt geschleudert“ nicht mehr finden. Nichtsdestotrotz ändert sich aber nichts an der nach wie vor hohen Allos-Honigqualität. Seit mehr als 30 Jahren werden die Allos-Honige nach höchsten Qualitätskriterien erzeugt : Allos bezieht ausschließlich Honig von ökologischen Imkereien, der so schonend und werterhaltend wie möglich gelagert und abgefüllt wird.

Kann Honig schimmeln?

Honig zählt zu den wenigen Lebensmitteln, die nicht von Schimmelpilzen befallen werden können. Verhindert wird dies durch die hohe Konzentration an Frucht- und Traubenzucker, ferner durch andere keimtötende Inhaltsstoffe.

Macht Honig dick?

Honig wirkt verdauungsfördernd und mit Honig gesüßtes Gebäck sättigt schneller als mit Zucker gesüßtes, da der Blutzuckerspiegel langsamer steigt und fällt. Außerdem hat Honig weniger Kalorien als Zucker: Honig enthält pro 100g ca. 300kcal, Zucker pro 100g dagegen rund 400kcal. Ein Esslöffel Honig entspricht ca. 20g. Aber auch Honig sollte in Maßen verzehrt werden (2-3 Eßlöffel täglich).

Warum ist ein Honig flüssig, ein anderer fest?

Honig ist ein Naturprodukt, das überwiegend aus Fruchtzucker (ca. 33-45 %) und Traubenzucker (25-35 %) besteht. Die Anteile schwanken je nach Honigsorte. Frisch geschleuderter Honig ist zunächst flüssig. Da Traubenzucker zur Kristallisation neigt, wird Honig, der reich an diesem Einfachzucker ist, schneller fest. Ist dagegen der Anteil an Fruchtzucker höher, kristallisiert der Honig nur sehr langsam bzw. gar nicht, wie etwa Akazienhonig.

Warum kommt Honig von so weit her?

Weltweit gibt es eine enorme Vielfalt verschiedener Honigsorten. Jede Region bringt ihren eigenen Honig hervor, dessen sensorische Eigenschaften das dortige Klima und die Pflanzenwelt repräsentieren. In Mexiko, Mittel- und Südamerika werden die größten Honigmengen produziert, da die Honigernte dort von einer üppigen Vegetation und günstigem Klima profitiert. Die in Deutschland erzeugten Sorten beschränken sich weitgehend auf Raps-, Sommerblüten-, Heide- und Waldhonig.
Unser Anliegen ist es, die ökologische Imkerei weltweit zu fördern, denn sie sorgt für intakte Ökosysteme, insbesondere in tropischen Wäldern, die für uns alle sehr wichtig sind.

Der Gesamtbedarf an Honig in Deutschland liegt bei durchschnittlich 1,4 Kilogramm pro Person. Mit der inländischen Erzeugung können nur 20 Prozent dieses Bedarfs gedeckt werden. Deshalb werden jährlich rund 80.000 Tonnen Honig importiert.

Warum sollte Honig zum Backen verwendet werden?

Trotz Beeinträchtigung der wärmeempfindlichen Enzyme ist Honig beim Backen dem Weißzucker vorzuziehen. Erhalten bleiben in jedem Fall die leicht verdaulichen Einfachzucker und die wertvollen Mineralstoffe.

Was ist der Unterschied zwischen konventionell und ökologisch erzeugtem Honig?

Seit August 2000 sind die Anforderungen an ökologische Bienenhaltung durch die EG-Öko-Verordnung festgelegt. Damit ist der Begriff "Biohonig" geregelt.

Die wichtigsten Richtlinien der Verordnung im Überblick:

  • Kein Einsatz von synthetischen Chemikalien bei der Honigernte, der Behandlung von Krankheiten oder zur Desinfektion
  • Bienenkisten nur aus natürlichen Materialien (Holz, Lehm, Stroh)
  • Anstriche der Bienenkisten nur von außen und mit schadstofffreien Farben
  • Wenn eine Winterfütterung erlaubt ist, so muss der Anteil biologischer Zutaten 100 Prozent betragen
  • Nur Bienenwachs aus der eigenen oder anderen anerkannten Bio-Imkereien
  • Kein Beschneiden der Flügel der Bienenkönigin
  • Besondere Sorgfalt, sachgerechte Gewinnung, Bearbeitung und Lagerung des Honigs muss gewährleistet sein 

Der Unterschied zwischen ökologischer und konventioneller Imkerei liegt somit in der Betriebsweise des Imkers. Der Zeitaufwand für die Bienenpflege ist bei der ökologischen Imkerei sehr viel höher, was sich natürlich auf den späteren Preis des Produktes auswirkt.

Was liefert Honig, was Weißzucker nicht hat?

Weißzucker ist ein isoliertes Produkt, das aus Zuckerrüben oder Zuckerrohr gewonnen wird. Er besteht zu 99,8% aus chemisch reiner Saccharose (Zweifachzucker). Honig ist hingegen ein Naturprodukt, das leicht verdauliche Einfachzucker wie Frucht- und Traubenzucker sowie rund 180 verschiedene ernährungsphysiologisch wertvolle Begleitstoffe enthält. Diese Begleitstoffe benötigt der Körper zur Verstoffwechselung der Zucker. Da sie vom Honig mitgeliefert werden, muss er keine körpereigenen Reserven zum Abbau angreifen.

Welchen Einfluss hat die allgemeine Luftverschmutzung auf die Qualität des Honigs?

Schadstoffe aus der Luft schlagen sich an der Oberfläche von Pflanzen nieder, eine wachsartige Schutzschicht verhindert jedoch ihr Eindringen ins Pflanzeninnere. Die Nektardrüsen der Pflanzen liegen geschützt und tief verborgen am Blütenboden. Die Nektarien sind nur wenige Stunden geöffnet und werden ständig von neu heranreifenden Nektarien ersetzt. Sie sind der Umwelt gar nicht direkt ausgesetzt, so dass Honig auch heute noch zu den reinsten Lebensmitteln zählt.

Wie hoch kann Honig erhitzt werden?

Damit die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben, sollte Honig nicht über 40°C erhitzt werden. Beim Süßen heißer Getränke sollte der Honig erst zugegeben werden, wenn das Getränk annähernd Trinktemperatur erreicht hat. Verflüssigt werden sollte fester Honig nur im Wasserbad.

Werden die Bienen zugefüttert?

In Nord- u. Osteuropa, Nordamerika und kälteren Regionen in Asien muss den Bienen aufgrund des vergleichsweise ungünstigen Klimas, mangelndem Blütenangebot und relativ langer Winterperiode eine Zuckerlösung im Winter verabreicht werden. Die Bio-Imker dürfen ihren Bienenvölkern nur Bio-Zucker oder auch Bio-Glucosesirup füttern.

Dagegen werden Bienenvölker in südlicheren Breitengraden (Südeuropa, Mexiko, Südamerika, Neuseeland u. Australien) in der Regel nicht mit Zucker zugefüttert, denn dort wird den Bienen für relativ kurze Trachtpausen genügend Honig belassen.Hier kann es jedoch in Ausnahmesituationen der Fall sein, dass die Bienen zugefüttert werden, wenn die Bienen aufgrund ungünstiger Witterung zu verhungern drohen. Da das Überleben der Bienen immer im Vordergrund steht, können wir nicht absolut garantieren, dass nie mit Zucker gefüttert wird.

Die Zuckerfütterung ist nur für die Winterruhe bzw. Trachtpausen gedacht, da die Bienen Kohlenhydrate benötigen. Die Zuckerfütterung gelangt nicht in den Honig, der im Frühjahr und Sommer geerntet wird.