Fragen zu Aufstrichen

Ist „Cranberry“ die englische Bezeichnung für Preiselbeere?

„Cranberry“ ist nicht die englische Bezeichnung für Preiselbeere. Die Cranberry gehört ebenso wie die Preiselbeere und die Heidelbeere zu der Familie der Heidekrautgewächsen. Cranberries und Preiselbeeren gehören somit zur selben Familie, unterscheiden sich jedoch in Herkunft, Größe, Blütenform, Strauchgröße und Fruchtanteil. Die Cranberry ist eine Beere, die aus Nordamerika importiert wird, wo sie auf großen Feldern gezüchtet wird. In Europa war sie bis vor einigen Jahren nahezu unbekannt. Die Cranberry schmeckt anders als Preiselbeeren und ist 5- bis 10-mal so groß. Da die Blüten der Pflanze, wenn sie sich im Wind bewegt, dem Kopf eines Kranichs ähnelt, gaben ihr die Pilgrim Fathers den Namen Crane Berry (Kranichbeere). Der richtige deutsche Name lautet "großfrüchtige Moosbeere". Dieser Name ist jedoch nicht gebräuchlich.

Warum enthalten Fruchtaufstriche Pektin?

Pektin ist ein natürlicher, pflanzlicher Inhaltsstoff, der in vielen Früchten vorkommt. Er wird bei der Herstellung zahlreicher Lebensmittel als Verdickungsmittel bzw. als Geliermittel verwendet. Pektin stellt eine Verbindung zwischen den Früchten, dem Fruchtsaft sowie den Süßungsmitteln her und verleiht dem Fruchtaufstrich die gleichmäßige, streichfähige oder gelierte Konsistenz.

Zum Gelieren der Allos Fruchtaufstriche setzen wir Apfelpektin ein. Wir verwenden zur Herstellung der Allos Fruchtaufstriche ein niedrigverestertes Pektin, das genau auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten ist. Nur diese eine Pektinart entspricht der EU-Öko-Verordnung.

Warum enthalten Fruchtaufstriche Zitronensaft?

Um eine feste bis musartige Konsistenz zu erlangen, setzen wir in den Allos Fruchtaufstrichen Apfelpektin, Calciumcitrat und Zitronensaft ein. Pektin benötigt einen bestimmten pH-Wert, um zu gelieren. Der pH-Wert wird mit Hilfe des Zitronensafts eingestellt.

Was ist Calciumcitrat?

Calciumcitrat ist das Calcium-Salz der Citronensäure. Calciumcitrat ist in der Natur weit verbreitet und kann von unserem Körper als Calciumquelle verwendet werden. Die Eigenschaften des Calciumcitrats können am Beispiel Fruchtaufstrich wie folgt erklärt werden: Das Calcium setzt sich zwischen die langen Pektinketten. Durch die „Anziehungskräfte“ entsteht somit ein regelmäßiger Aufbau; der Fruchtaufstrich wird fest (= geliert). Würde das Calcium fehlen so bliebe die Konsistenz nur dickflüssig bis saucenartig.

Calciumcitrat und Pektin sind als Lebensmittel erlaubte Zusatzstoffe, die gemeinsam der Gelierung von Fruchtaufstrichen dienen  Beide sind im Gegensatz zu sogenannten „Fertigpektinmischungen“ gemäß der EU-BIO-VO zugelassen. Die genaue Dosierung von Calciumcitrat erlaubt uns eine genaue Einstellung der gewünschten Konsistenz der unterschiedlichen Fruchtsorten. Da sich Allos einer Volldeklaration verpflichtet hat, wird auch das Calciumcitrat in der Zutatenliste angegeben.

Was unterscheidet Fruchtaufstriche von Konfitüren oder Marmeladen?

Die Bezeichnungen „Marmelade“ und „Konfitüre“ sind in der Konfitüren-Verordnung geregelt.

Marmeladen sind Brotaufstriche, bei denen nur Zitrusfrüchte und verschiedene Zuckerarten verwendet werden dürfen. Konfitüren sind streichfähige Zubereitungen aus Zuckerarten (meistens Haushaltszucker), Früchten oder Pulpen sowie Wasser. Die Haltbarkeit der Konfitüren wird durch den hohen Zuckergehalt und die Pasteurisation gewährleistet. Ihr Feststoffgehalt ist durch den Gesetzgeber definiert. Da sich der Feststoffgehalt aus dem Zuckergehalt ergibt, ist der Fruchtgehalt von Konfitüren begrenzt.

Fruchtaufstriche enthalten einen erheblich höheren Fruchtanteil als Marmeladen und Konfitüren. Des weiteren werden bei Fruchtaufstrichen statt Zucker überwiegend Dicksäfte wie Apfeldicksaft oder Agavendicksaft zum Süßen eingesetzt. Somit steht bei den Fruchtaufstrichen der natürlich ausgeprägte Geschmack der Frucht im Vordergrund.

Fruchtaufstriche wurden ursprünglich für den Naturkostladen entwickelt, da es dort schon vor vielen Jahren die Nachfrage nach einem fruchtigen Brotaufstrich mit alternativer Süße und einem hohen Fruchtgehalt gab. Heute besteht auch im klassischen Lebensmitteleinzelhandel vermehrt die Nachfrage nach „weniger Süße und mehr Fruchtgeschmack“.

Im Gegensatz zu Konfitüren, Marmeladen und Gelees gibt es für Fruchtaufstriche keine bindenden gesetzlichen Vorschriften.

Wie lange sind Fruchtaufstriche nach dem Öffnen haltbar?

Allos Fruchtaufstriche werden in erster Linie mit alternativen Süßungsmitteln wie Agavendicksaft und weiteren Dicksäften aus Trauben und Äpfeln gesüßt, so dass die Zuckerkonzentration und somit auch die konservierende Wirkung sehr viel geringer ist als bei herkömmlichen Konfitüren oder Marmeladen. Weiterhin verzichten wir als Naturkosthersteller auf den Einsatz von Konservierungsstoffen. Demnach sind die Fruchtaufstriche anfälliger für Verderb und nach dem Öffnen nicht so lange haltbar.

Jede Sorte hat ihren eigenen Charakter und prägt den Fruchtaufstrich hinsichtlich Geruch, Geschmack, Konsistenz und Haltbarkeit nach dem Öffnen. Die Sorte Schwarze Johannisbeere z.B. hält sich aufgrund der fruchteigenen Säure in der Regel länger als z.B. die süße Sorte Erdbeere.

Weiterhin wird die Haltbarkeit nach Anbruch des Glases von äußeren Einflüssen wie Temperatur und Kontaminationen aus der Umgebung bestimmt, so dass sie nach dem Öffnen des Glases sehr unterschiedlich sein kann. Um schnellem Verderb vorzubeugen, empfehlen wir, den Fruchtaufstrich ausschließlich mit sauberem Besteck aus dem Glas zu entnehmen. Das geöffnete Glas muss dann im Kühlschrank gelagert werden und sollte möglichst innerhalb einiger Tage nach dem Öffnen verzehrt werden.